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Solltest du The Act of Killing schauen?

Für wen es passt, für wen nicht und was drinsteckt. Keine Bewertungen, keine Punkte.

The Act of Killing

Doku · 2012

1965 wurden in Indonesien nach einem Militärputsch innerhalb eines Jahres eine Million tatsächliche und vermeintliche Kommunisten, kritische Intellektuelle und Chinesen umgebracht. Die Täter wurden nie bestraft und sind heute mächtige Personen in Gesellschaft und Politik des Landes. Teilweise werden sie sogar immer noch als Helden verehrt. Nicht wenige von ihnen sind stolz auf ihre Taten und sie prahlen mit ihren effizienten Mord-Methoden. So auch Anwar Kongo, der Protagonist dieser Dokumentation, der in Zeiten des Genozids vom Kleinkriminellen zum Führer einer Todesschwadron aufstieg. Als er vom Regisseur des Films gebeten wird, die damaligen Folterungen und Morde szenisch nachzustellen, ist er zunächst begeistert bei der Sache, sucht eifrig Schauspieler, feilt an Dekors, Kostümen und an der Umsetzung. Doch letztlich wird er doch nachdenklich und reflektiert seine Taten.

Die Seiten von The Act of Killing

  • Männer, die 1965 in Indonesien Todesschwadronen anführten
  • Ihre Morde, nachgestellt als Filmszenen
  • Ein Land, in dem die Mörder nie vor Gericht kamen

The Act of Killing passt zu dir, wenn…

  • du Geschichte von den Menschen erzählt haben willst, die sie selbst verübt haben.
  • du eine Geschichte aushältst, die am Ende keinen Trost bietet.
  • du sehen willst, wer nach den Morden an der Macht geblieben ist.

The Act of Killing passt nicht zu dir, wenn…

  • du nicht erträgst, wenn Massenmord ruhig von den Männern beschrieben wird, die ihn begangen haben.
  • dir über zweieinhalb Stunden davon für einen Abend zu viel sind.
  • du keine Untertitel liest, und der Film ist auf Indonesisch.

Themen: die Straflosigkeit · die Erinnerung · die Schuld

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